Vierter Lebensretter in Küps installiert

Bei Herzstillstand ist schnelle Hilfe gefragt. Die Aktions- und Werbegemeinschaft Küps und die Sparkasse Küps finanzierten einen Defibrillator. Das leicht zu bedienende Hilfsmittel ist im SB-Bereich der Sparkasse untergebracht, wo es am Freitag offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

(von links) Gebietsdirektor Alfred Kremer, Geschäftsstellen-Leiterin Caroline Welscher, die Vorsitzende der Aktions- und Werbegemeinschaft Küps, Adelheid Hühnlein, sowie Bürgermeister Herbert Schneider und der geschäftsleitende Beamte des Marktes Küps, Torsten Michel, freuen sich über den in der Sparkasse Küps neu installierten Defibrillator

(von links) Gebietsdirektor Alfred Kremer, Geschäftsstellen-Leiterin Caroline Welscher, die Vorsitzende der Aktions- und Werbegemeinschaft Küps, Adelheid Hühnlein, sowie Bürgermeister Herbert Schneider und der geschäftsleitende Beamte des Marktes Küps, Torsten Michel, freuen sich über den in der Sparkasse Küps neu installierten Defibrillator

Auf den ersten Blick wirkt das grüne medizinische Hilfsgerät an der Wand im öffentlich zugänglichen, videoüberwachten SB-Bereich der Küpser Sparkasse eher unscheinbar. Doch der Eindruck täuscht: Es handelt sich dabei um einen potenziellen Lebensretter – sprich einen Schockgeber, der bei Herz- beziehungsweise Kreislaufstillstand tatsächlich Leben retten kann. Er ist einfach und unproblematisch auch von Laien einsetzbar. Durch Stromstöße wird die Herztätigkeit des Notfallpatienten wieder in Gang gesetzt, sodass die Zeit zwischen Herzstilltand und Eintreffen des Notdienstes überbrückt wird. Je früher mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, desto größer ist die Überlebenschance des Patienten.

Aus diesem Grunde werden auch im öffentlichen Raum immer mehr automatisierte externe Defibrillatoren (AED) platziert. Drei solcher potenzieller Lebensretter stehen bislang auch in Küps öffentlich zur Verfügung – im Rathaus, im Eingangsbereich der Turn- und Festhalle beziehungsweise Schwimmbad sowie in zentraler Lage am Radweg in der Raiffeisenbank Küps. Am Freitag kam nun ein weiterer Schockgeber hinzu, der täglich rund um die Uhr zur Verfügung steht. Durch ein entsprechendes Hinweisschild an der Sparkasse ist dieses auch für Ortsunkundige leicht zu erkennen.

Ein automatisierter externer Defibrillator (AED): ist ein medizinisches Gerät zur Behandlung von defibrillierbaren Herzrhythmusstörungen. Es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie beispielsweise Kammerflattern und Kammerflimmern, das bei etwa 90 Prozent aller Menschen mit plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand auftritt, beenden. Ursache ist oft ein Herzinfarkt. Nur ein gezielt ausgelöster Elektroschock kann den gestörten Herzrhythmus wieder in Takt und das Herz somit zum Schlagen bringen. Defibrillatoren werden auf Intensivstationen, in Operationssälen, in Notfallaufnahmen, sowie in Fahrzeugen des Rettungsdienstes bereitgehalten. Im Gegensatz zu Defibrillatoren aus dem Rettungsdienst oder Kliniken sind AEDs wegen ihrer Bau- und Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet.

Das Gerät wurde von der Gemeinde beschafft und die Kosten anteilig mit circa zwei Dritteln von der Aktions- und Werbegemeinschaft Küps sowie ein Drittel von der Sparkasse Küps getragen, sodass es komplett finanziert wurde. Hierfür dankten Herbert Schneider, erster Bürgermeister von Küps, sowie der geschäftsleitende Beamte des Marktes Küps, Torsten Michel. „Sie beweisen damit großes soziales Engagement für die Bürgerschaft“, würdigte der Rathauschef. Jeder von uns könne als Nächster auf schnelle Hilfe angewiesen sein. Die Sparkasse sei – so Michel – als Standort geradezu prädestiniert, da der SB-Bereich 24 Stunden öffentlich zur Verfügung steht.

Die Vorsitzende der Aktions- und Werbegemeinschaft, Adelheid Hühnlein, als auch die Leiterin der Sparkassen-Geschäftsstelle Küps, Caroline Welscher, sowie Sparkassen-Gebietsdirektor Alfred Kremer bekundeten, sehr gerne ihren Beitrag für die Anschaffung dieses so wichtigen Hilfsmittels zu leisten. Laut Kremer solle sich niemand scheuen, das Gerät zu verwenden – aus Angst davor, vielleicht etwas falsch zu machen. Die Anleitung erfolge durch Sprachkommandos. Der Defibrillator „spreche“ mit dem Helfer und gebe die einzelnen Schritte vor, wodurch er auch von Laien problemlos einsetzbar sei. Das Gerät erkennt auch selbstständig, ob eine Schockgabe notwendig ist. „Das falscheste ist es, nichts zu machen“, schloss sich ihm der Bürgermeister an.

Heike Schülein

Infos zu ullosch

Geschäftsführer uLNa.STUDIOS + Admin von einkaufen-kueps.de

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